Das ist ne schwere Frage - v.a. für jemanden, der meistens Abenteuer selber schreibt/improvisiert. Meine letzten Kaufabenteuer, die ich geleitet habe sind die Earthdawn Abenteuer und die D&D 3.0 Abenteuerbände, die mit der Sunless Citadel losgehen. Mein Warhammer SL tendiert dazu, Kaufabenteuer zu erweitern und zu verfremden also weiß ich teilweise gar nicht was ich gespielt habe. Die alte Enemy Within Kampagne fand ich beeinfdruckend, aber durfte sie nie zu Ende spielen. Scheidet also auch aus. Okay, dann führe ich folgendes ins Feld:
Die AD&D 1st Edition Abenteuer UK2 "The Sentinel" und UK3 "The Gauntlet". Die Abenteuer durfte ich mit AD&D 2nd Edition durchspielen und habe sie mit AD&D 2nd Edition und D&D 3rd Edition selber zweimal geleitet. Die beiden Abenteuer sind ziemlich cool und drehen sich um ein echtes magisches Artefakt (den namensgebenen Sentinel) und geben einem die Gelegenheit gegen einen Feuerriesen und seine Armeen zu kämpfen (oder lieber nicht). Einfach ziemlich episch das Ganze. Dazu kommen noch Gnolle als Gegner, die ich sehr mag.
Die Honorable Mention geht an Crown of Kings: Das ist ein Kampagnenband für das Advanced Fighting Fantasy RPG. Die Kampagne faßt die vier AbenteuerSpielBücher der Analand Saga zu einer, durch eine Gruppe spielbare Kampagne zusammen. Und die Analand Saga ist nun mit Abstand mein allerliebstes Kaufabenteuer.
Thursday, October 10, 2013
Wednesday, October 9, 2013
Tag #9: Was ist das verrückteste was Dir beim Rollenspiel passiert ist (Outgame)?
Outgame, das ist einfach. Als ich meine Vampire: The Requiem Runde ins Leben gerufen habe. Für jene Runde, die am 1. November 2013 neun Jahre alt wird, hatte ich drei Spieler. Unter anderem auch eine Musiklehrerin, die sich für Rollenspiel interessierte und angeblich Death Metal hört. Sie wollte unbedingt mitspielen. Nach der ersten und noch stärker nach der zweiten Sitzung sagte sie mir, dass sie Schwierigkeiten habe, einen Charakter zu spielen der tot ist. Das führte nachher auch dazu, dass sie nach der dritten Sitzung aufhörte. Dazwischen hat sie uns allerdings bei der Terminfindung schon komisch angeschaut, als wir partout alle zwei Wochen regelmäßig Sonntags spielen wollten. Sie unterstellte uns etwas "sektenhaftes". Nach ihrem Ausstieg hatte ich sie nochmal angeschrieben und sie war da sehr distanziert.
Zusammen mit einigen anderen Aussagen, die sie getätigt hat, und der offensichtlichen Kluft zwischen dem Death Metal und ihrem Auftreten (das doch sehr konservativ tutelig war) und ihren Befindlichkeiten über Tote, hat sich bei uns der Verdacht ergeben, dass sie gar keine Rollenspielerin war bzw. auch keine sein wollte, sondern evtl. einfach mal in ihre Eigenschaft als Lehrerin in das Hobby spähen wollte. Und ich muss bis heute sagen, es blieb der Geschmack des ausspioniert worden seins zurück. Vielleicht tue ich ihr damit unrecht, aber so kam es damals nicht nur bei mir an.
Zusammen mit einigen anderen Aussagen, die sie getätigt hat, und der offensichtlichen Kluft zwischen dem Death Metal und ihrem Auftreten (das doch sehr konservativ tutelig war) und ihren Befindlichkeiten über Tote, hat sich bei uns der Verdacht ergeben, dass sie gar keine Rollenspielerin war bzw. auch keine sein wollte, sondern evtl. einfach mal in ihre Eigenschaft als Lehrerin in das Hobby spähen wollte. Und ich muss bis heute sagen, es blieb der Geschmack des ausspioniert worden seins zurück. Vielleicht tue ich ihr damit unrecht, aber so kam es damals nicht nur bei mir an.
Tuesday, October 8, 2013
Tag #8: Was ist das verrückteste was Dir beim Rollenspiel passiert ist (Ingame)?
Mit einer beinahe 24-jährigen Rollenspielkarriere noch ein Ereignis zu finden, dass an Verrücktheit andere Ereignisse überbietet, ist eine harte Nuss. Aber es gibt tatsächlich ein Ereignis, das raussticht und mich bis heute amüsiert:
Damals bei Earthdawn: mein T'Skrang Nethermancer hatte gar nicht so viel über den T'Skrang Schwertmeister und Cousin (ein anderer SC) gelästert, aber der Schwertmeister hatte wohl genug. Er forderte meinen Nethermancer zu einem Duell auf Leben und Tod. Er war sich ganz sicher, dass er es gewinnen würde und ich einen neuen Charakter brauchen würde. Und dann würfelten wir Initiative. Mein Nethermancer war schneller. Und dann zauberte ich die Geisterhand (oder so ähnlich) und würfelte Schaden: W8 + W12. Erst fielen eine 8 und eine 12, dann fiel eine 8 und eine 12, dann ließ mich der W8 mit einer 6 im Stich, aber der W12 würfelte noch tapfer eine weitere 12 und dann eine 7. 65 Schadenspunkte. Der Spieler des Schwertmeisters schaute sich seine Lebenspunkte an und musste erkennen, das sein Charakter tot war, ohne einen einzigen Schlag geführt zu haben. Da der Spieler offensichtlich versucht hatte, bei der offenen Runde im Wolkerweg, seine persönliche Fehde mit mir im Spiel auszuleben, erfüllte mich der Wurf mit großer Genugtuung.
Und so lernte ich, den W12 zu lieben. Die beiden Würfel habe ich (glaube ich/hoffe ich) irgendwo immer noch. Es waren der erste W12 (blau) und der erste W8 (rot), die ich mir Ende der 80er Jahre noch vom Taschengeld gekauft hatte. In Stuttgart, im Obletter. Der einzigen Quellen für seltsame Würfel, die ich damals kannte.
Ein Nachtrag: Das verrückteste Ereignis habe ich tatsächlich verdrängt. Dabei war der wtf Effekt der Spieler dabei einfach wunderbar. Dresden Files im Magischen München: Zwei SC hatten ein Nonnen-Kloster infiltiert, weil sie von satanistischen Umtrieben dort erfahren hatten. Die SC waren eine Sorceress (Uneheliche Pfarrerstochter) und ein Changeling (Goblin). Jedenfalls bewahrheiteten sich die Gerüchte. Die Äbtissin war wohl eine "ältere" Sorceress, die versucht hat, die Äußeren Tore zu öffnen. Jene Tore, die der Gatekeeper unbedingt geschlossen halten möchte... Dazu möchte sie ihre 12 jungfräulichen Nonnen opfern. Die Sorceress schafft es mit Müh und Not die 12. Jungfrau davon abzuhalten, der Äbtissin in den Keller zum Ritual zu folgen. Sie wehrt dabei drei Red Court Vampire ab. Eine wahrhaft epische Schlacht in der Klosterkirche. Der Goblin versucht derweil das Ritual zu stören, dass ein Loch in die Mauer reißen soll und Outsider hinein lassen wird. Das Ritual ist in vollem Gange und und die Äbtissin öffnet das Tor zwischen den Welten. Mit dem Tod jeder Jungfrauen stabilisiert sich das Tor mehr und mehr. Der Goblin stürzt sich auf die Äbtissin, wirft sie über seine Schulter in das entstehende Tor, um das Ritual zu unterbrechen. Ein Erdbeben geht durch das Kloster und das Tor beginnt sich ganz zu öffnen. Der Spieler des Goblins schaut mich sprachlos an... Ich sage: Das war wohl die zwölfte Jungfrau. Der Spieler des Goblins: "Wer kann denn ahnen, dass die Äbtissin nach 100 Jahren immer noch eine Jungfrau ist!"...
Damals bei Earthdawn: mein T'Skrang Nethermancer hatte gar nicht so viel über den T'Skrang Schwertmeister und Cousin (ein anderer SC) gelästert, aber der Schwertmeister hatte wohl genug. Er forderte meinen Nethermancer zu einem Duell auf Leben und Tod. Er war sich ganz sicher, dass er es gewinnen würde und ich einen neuen Charakter brauchen würde. Und dann würfelten wir Initiative. Mein Nethermancer war schneller. Und dann zauberte ich die Geisterhand (oder so ähnlich) und würfelte Schaden: W8 + W12. Erst fielen eine 8 und eine 12, dann fiel eine 8 und eine 12, dann ließ mich der W8 mit einer 6 im Stich, aber der W12 würfelte noch tapfer eine weitere 12 und dann eine 7. 65 Schadenspunkte. Der Spieler des Schwertmeisters schaute sich seine Lebenspunkte an und musste erkennen, das sein Charakter tot war, ohne einen einzigen Schlag geführt zu haben. Da der Spieler offensichtlich versucht hatte, bei der offenen Runde im Wolkerweg, seine persönliche Fehde mit mir im Spiel auszuleben, erfüllte mich der Wurf mit großer Genugtuung.
Und so lernte ich, den W12 zu lieben. Die beiden Würfel habe ich (glaube ich/hoffe ich) irgendwo immer noch. Es waren der erste W12 (blau) und der erste W8 (rot), die ich mir Ende der 80er Jahre noch vom Taschengeld gekauft hatte. In Stuttgart, im Obletter. Der einzigen Quellen für seltsame Würfel, die ich damals kannte.
Ein Nachtrag: Das verrückteste Ereignis habe ich tatsächlich verdrängt. Dabei war der wtf Effekt der Spieler dabei einfach wunderbar. Dresden Files im Magischen München: Zwei SC hatten ein Nonnen-Kloster infiltiert, weil sie von satanistischen Umtrieben dort erfahren hatten. Die SC waren eine Sorceress (Uneheliche Pfarrerstochter) und ein Changeling (Goblin). Jedenfalls bewahrheiteten sich die Gerüchte. Die Äbtissin war wohl eine "ältere" Sorceress, die versucht hat, die Äußeren Tore zu öffnen. Jene Tore, die der Gatekeeper unbedingt geschlossen halten möchte... Dazu möchte sie ihre 12 jungfräulichen Nonnen opfern. Die Sorceress schafft es mit Müh und Not die 12. Jungfrau davon abzuhalten, der Äbtissin in den Keller zum Ritual zu folgen. Sie wehrt dabei drei Red Court Vampire ab. Eine wahrhaft epische Schlacht in der Klosterkirche. Der Goblin versucht derweil das Ritual zu stören, dass ein Loch in die Mauer reißen soll und Outsider hinein lassen wird. Das Ritual ist in vollem Gange und und die Äbtissin öffnet das Tor zwischen den Welten. Mit dem Tod jeder Jungfrauen stabilisiert sich das Tor mehr und mehr. Der Goblin stürzt sich auf die Äbtissin, wirft sie über seine Schulter in das entstehende Tor, um das Ritual zu unterbrechen. Ein Erdbeben geht durch das Kloster und das Tor beginnt sich ganz zu öffnen. Der Spieler des Goblins schaut mich sprachlos an... Ich sage: Das war wohl die zwölfte Jungfrau. Der Spieler des Goblins: "Wer kann denn ahnen, dass die Äbtissin nach 100 Jahren immer noch eine Jungfrau ist!"...
Monday, October 7, 2013
Tag #7: Erzähl von Deinem Lieblings - Rollenspielcharakter
Harte Frage. Ich habe das "Problem" zu oft zu leiten und zu selten zu spielen, daher ist keiner meiner SC lange und viel gespielt. Der Jahrgang 2013 weist zwar einige interessante Gestalten auf, aber so recht mag sich da keiner auf Platz 1 schieben. Aber ein paar meiner "Helden" sind mir schon ans Herz gewachsen. Komischerweise alle auf den Sternenhimmel Cons entstanden.
Das ist Snorri der Bleiche, mein Godi aus der "Saga of the Icelanders" Runde. Er beherrscht verbotenes Seidr, das es ihm erlaubt schwanger zu werden. Und er hat dadurch sogar einen Sohn, der sich vom ihm nicht sehnlicher wünscht als "Be a father!". Leider ist Snorri nur ein Eltern. Anmerkung: Der Sohn wurde von einem Mitspieler gespielt.
Dann ist da Jasper Latimer, ein aufopferungsvoller Diener in einer Sternwanderer-ähnlichen Welt (System: Reign), der sogar einen Liebestrank mit falschen Zutaten versehen hat, um eine Prinzessin vor den bösen Klauen des Lord Wolton zu bewahren. Dumm nur, dass der Lord jetzt ihm in Liebe verfallen ist, und Zwerge beauftragt hat, einen Keuschheitsgürtel für Jasper zu schmieden.
Nachtrag: Ashkelion Lunar, mein Dungeon World Wizard, entwickelt sich tatsächlich so, wie ich es mir für Ashkelion immer gewünscht habe. Er ist ein sharp-eyed Wizard with wild hair, a thin body and strange robes. Und wird am Dienstag, 22. Oktober, die 3. Stufe erreichen.
Das ist Snorri der Bleiche, mein Godi aus der "Saga of the Icelanders" Runde. Er beherrscht verbotenes Seidr, das es ihm erlaubt schwanger zu werden. Und er hat dadurch sogar einen Sohn, der sich vom ihm nicht sehnlicher wünscht als "Be a father!". Leider ist Snorri nur ein Eltern. Anmerkung: Der Sohn wurde von einem Mitspieler gespielt.
Dann ist da Jasper Latimer, ein aufopferungsvoller Diener in einer Sternwanderer-ähnlichen Welt (System: Reign), der sogar einen Liebestrank mit falschen Zutaten versehen hat, um eine Prinzessin vor den bösen Klauen des Lord Wolton zu bewahren. Dumm nur, dass der Lord jetzt ihm in Liebe verfallen ist, und Zwerge beauftragt hat, einen Keuschheitsgürtel für Jasper zu schmieden.
Nachtrag: Ashkelion Lunar, mein Dungeon World Wizard, entwickelt sich tatsächlich so, wie ich es mir für Ashkelion immer gewünscht habe. Er ist ein sharp-eyed Wizard with wild hair, a thin body and strange robes. Und wird am Dienstag, 22. Oktober, die 3. Stufe erreichen.
Sunday, October 6, 2013
Tag #6: Was für einen Würfeltyp verwendest Du am liebsten?
Mein Lieblingswürfel ist der W12. Mit ihm habe ich in Earthdawn einen One-Shot Kill bei einem Duell mit einem anderen SC hingelegt, der sich damals ganz sicher war, er würde mich besiegen. Aber sein Charakter kam noch nicht mal dazu auch nur einmal zu zuschlagen. Ich habe in reiner Selbstverteidigung gehandelt. Der andere Spieler wollte mich gezielt aus dem Spiel werfen.
Heutzutage kommt der W12 leider selten zum Einsatz. Am ehesten bei Savage Worlds. Spiele nur mit W12 sind extrem selten, aber es gibt sie. Thousand Suns und Colonial Gothic benutzen ihn ausschließlich für das 12 Degree System. Auch Broken Rooms benutzt nur den W12 und macht auch noch nette Würfeltricks mit ihm (muss da noch mal genau schauen, welche. Ist ne Weile her, dass ich das gelesen habe).
Honorable Mention: Der W10 wird an meinem Spieltisch am häufigsten gewürfelt. Und natürlich sind FATE Würfel (jetzt gibt es sie ja) auch total cool.
Heutzutage kommt der W12 leider selten zum Einsatz. Am ehesten bei Savage Worlds. Spiele nur mit W12 sind extrem selten, aber es gibt sie. Thousand Suns und Colonial Gothic benutzen ihn ausschließlich für das 12 Degree System. Auch Broken Rooms benutzt nur den W12 und macht auch noch nette Würfeltricks mit ihm (muss da noch mal genau schauen, welche. Ist ne Weile her, dass ich das gelesen habe).
Honorable Mention: Der W10 wird an meinem Spieltisch am häufigsten gewürfelt. Und natürlich sind FATE Würfel (jetzt gibt es sie ja) auch total cool.