Saturday, October 26, 2013

Tag #26: Wie kommst Du mit einem Charaktertod klar?

Ich spiele viel zu selten, um häufig mit dem Thema als Spieler konfrontiert zu sein. Bisher musste ich mich damit erst einmal im Rahmen eines Vampire Live auseinandersetzen. Wenn der Charaktertod schön inszeniert ist und es zur Story passt, dann werde ich damit gut klar kommen. Wenn der Tod zufällig und undurchdacht wirkt, eher nicht. Das Live war leider eher die zweite Kategorie, da die SL den Spielern viel zu freie Hand ließ.

Als Spielleiter bin ich inzwischen recht unbarmherzig und bestimmt kein Würfeldreher mehr. In meiner D&D 3rd Edition Kampagne zu Anfang des Jahrtausends hat mir der Spieler eines Paladins recht subversiv aufgedrückt, dass ich mich um das Überleben seines Charakters zu kümmern habe. Da bin ich leider drauf eingestiegen. Inzwischen bin ich klüger. Lebenspunkte sind die Ressource des Spielers. Allerdings sehe ich auch zu, dass ich Charaktere nicht sinnlos in "Zufallsbegegnungen" sterben lasse. Sollte der Spieler aber tatsächlich Gefahrensignale ignorieren, wider besseren Wissens und Gewissens mit seinem Charakter Gefahren eingehen, die ihn an den Rand der Existent oder darüber hinaus bringen, dann lasse ich die Würfel fallen wie sie fallen. Gelingt es dem SC dann zu triumphieren, hat er einen echten verdienten Sieg davon getragen. Geht es schief und sein Charakter stirbt, dann ist es seine Schuld, die Gefahr nicht rechtzeitig erkannt zu haben.

Ein Nachsatz: manchmal, bei manchen Spielsystemen gibt es u.U. auch die moralische Keule und der Charakter, der beständig Unschuldige metzelt und Verbrechen mit - wie es im deutschen Recht so schön heisst - niederen Beweggründen begeht, hat eine Begegnung mit dem Karma und erleidet ein gar schröckliches Schicksal. Das mache ich z.B. bei den World of Darkness Spielen oder allgemein in der Urban Fantasy ganz gerne. Bei eher Actin-betonten Rollenspielen lasse ich die Moralkeule zuhause.

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